Noch eine Familie braucht Hilfe!

Noch eine Familie braucht Hilfe!

Es hat uns überwältigt, wie viele von euch sich nach dem letzten Newsletter dazu entschlossen haben, eine indische Familie im Rahmen unseres MIF-Programms zu unterstützen. DANKE!

15 Euro monatlich ist ein Betrag, der den meisten von uns kein Kopfzerbrechen bereitet. Das ist eine Pizza vom Lieferdienst mit Tiramisu hinterher, ein Fehlkauf auf dem Online-Schnäppchenmarkt, ein gutes Taschenbuch.

Doch für eine Familie in Indien ist dieser bescheidene Betrag eine Frage des Überlebens. Eine Frage, ob sie sich Essen leisten, ihre Kinder in die Schule schicken und dem kranken Sohn Medikamente kaufen können.

MIF – 786 – unter diesem Code verwaltet Samhathi India das Hilfegesuch von Sebastian Laser, seiner Frau Thresiamma und den Kindern Amal, Arya und Athul. Der elfjährige Athul ist Herzpatient; sein Vater ist, wie die meisten in der Gegend, Fischer, kann aber wegen einer Behinderung nicht arbeiten.

Wenn du dieser Familie helfen kannst, melde dich bitte per Email an info@samhathi-deutschland.de!

Coronakrise in Indien

Schlechte Nachrichten aus Indien, das die Welt noch vor einem Monat mit sinkenden Infektionszahlen überrascht hat. Doch jüngsten Meldungen zufolge breitet sich eine Kombination der britischen und südafrikanischen Mutante auf dem Subkontinent aus – noch ansteckender und, wie man fürchtet, resistent gegen die meisten Impfstoffe.

Bislang ist vor allem der Bundesstaat Maharashtra von der Doppel-Mutante betroffen. Doch auch Kerala leidet seit März 2020 unter den Folgen der Krise – die natürlich, wie immer und überall, die Ärmsten der Armen am härtesten trifft.

Father Antony Jacob vom Team Samhathi in Indien berichtet, dass vor allem die Erziehungsprogramme davon betroffen waren, dass weder Unterricht noch Treffen möglich waren. In vielen Dörfern hat es das Team jedoch geschafft, Online-Klassen auf den Weg zu bringen – keine leichte Aufgabe, da viele der Dörfer keinen stabilen Internetzugang haben.

Zudem hat Samhathi Indien Soforthilfe für Betroffene geleistet: Seit Beginn der Krise wurden Essenspakete an 3800 Familien ausgegeben und 1100 mittellose Schüler wurden in ihrer Ausbildung unterstützt. Samhathi hat Desinfektionsmittel und Handschuhe an 2000 Familien verteilt und über NGOs vor Ort 3500 Familien mit Mahlzeiten versorgt.

Father Antony Jacob schreibt uns, dass diese Hilfe in Zeiten der Not, die er und sein Team leisten, nur durch die großzügige Unterstützung von Samhathi Deutschland und Österreich möglich ist. Er bedankt sich mit warmen Worten für den Einsatz aller Unterstützer*innen von Samhathi.

Und wir möchten uns anschließen: Danke, dass Ihr, liebe Freundinnen und Freunde, auch in diesen Zeiten, wo sich die meisten von uns bedroht und unsicher fühlen, die Menschen in Kerala nicht vergesst!

Unsere Mitglieder: Elmar

Unsere Mitglieder: Elmar

Bis zu seiner Pensionierung 2018 war Elmar Weber Lehrer für Englisch und Geschichte am Hans-Carossa-Gymnasium in Landshut. Da er die Kinder der Gründerfamilie Flüeck unterrichtete, lernte er vor rund 25 Jahren auch die Arbeit von Samhathi kennen und wurde Mitglied des Vereins. “Der Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ und das Bemühen, über alle Religionsgrenzen hinweg den Menschen an der Küste Keralas bessere Entwicklungschancen zu geben, haben mich überzeugt”, sagt er. Das HCG engagiert sich für Samhathi, sammelt Spenden, veranstaltet Tombolas und leistet vor allem viel Aufklärungsarbeit über Indien und die Rolle, die Samhathi bei der Entwicklung von Land und Menschen spielt.

Seither hatte er dreimal Gelegenheit, das Samhathi-Team in Indien zu besuchen und ihre Arbeit und Struktur kennenzulernen. “Die unglaubliche Einsatzbereitschaft und Expertise von Father Jacob und dessen Team von Hauptamtlichen sowie den vielen Freiwilligen überwältigten mich”, berichtet er von seinen Erfahrungen. “So konnte ich auch lernen, Indien nicht nur als Land mit Problemen zu sehen.” Die Freundlichkeit der Menschen, ihre Lebensfreude, die Schönheit der Natur und der vielen Kulturen beeindruckten ihn sehr.

2013 wurde der Vater dreier erwachsener Kinder zum Vorsitzenden von Samhathi Deutschland gewählt. Zu seinen vielfältigen Aufgaben gehören die Abstimmung im Leitungsteam sowie die Pflege der verschiedenen Programme und Projekte, vor allem My Indian Family und My Indian Child. Einen Löwenanteil der Arbeit stellt auch die Kommunikation mit Indien und Samhathi Österreich dar – wobei Elmar die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Österreich ein großes Anliegen ist und er schöne Ansätze sieht. “Insgesamt bemühe ich mich, das bisherige gute Wirken von Samhathi Deutschland fortzusetzen und dort Neues zu beginnen, wo ich es vermag.”

Besonders am Herzen liegt ihm der Kontakt mit unseren Mitgliedern, Paten und Sponsoren. “Immer wieder gilt es Fragen zu beantworten, Bitten vorzutragen und unsere Dankbarkeit für treue und großzügige Unterstützung auszudrücken”, so Elmar. “Und dabei bin ich sehr glücklich und dankbar über die gute Zusammenarbeit und Einsatzbereitschaft im deutschen Team.”

Elmar mit seiner indischen Familie