Spendenbox in Freising

Spendenbox in Freising

Jutta Ederer und Sandra Huber im Freisinger Bücher Pustet.

Seit Juli 2021 steht eine Samhathi-Spendenbox im Bücher Pustet in Freising – in der Oberen Hauptstraße 45. Sie ist bestens positioniert: direkt vor der Kasse, ohne „Krimskrams“ daneben, der ablenken könnte, so dass sie den Leuten gleich ins Auge fällt.

Wer beim Bezahlen ein wenig Kleingeld übrig hat, wirft das gerne ein. In diesen eineinhalb Jahren konnte die Kasse schon drei mal geleert werden. Insgesamt 442,77 Euro kamen so für die Arbeit von Samhathi zusammen. Davon kann eine indische Familie fast 30 Monate lang mit dem Nötigsten unterstützt werden, oder ein indischer Patient gut 44 Monate lang mit Medikamenten versorgt. (Näheres dazu hier.)

Filialleiterin Jutta Ederer und ihr immer freundliches Team sind nicht nur für diesen tollen Standort verantwortlich, sondern informieren uns immer sofort, wenn die Spendenbox wieder voll ist. Sie freuen sich jedes Mal mit uns mit, dass wieder etwas zusammengekommen ist – eine wunderschöne Unterstützung!

Als kleines Dankeschön hat Samhathi-Schriftführerin Hanna Bierhals im November einen Schal an Jutta Ederer überreicht. Er kommt von dort, wohin die im Pustet in Freising gesammelten Spenden gehen: Kerala in Südindien!

Jutta Ederer und Hanna Bierhals

Maria und Monika spenden

Maria und Monika spenden

Maria Maierbeck, Elmar Weber und Monika Kobler

Eine besonders rührende Spende wurde kürzlich an Samhathi Deutschland übergeben. Maria Maierbeck, langjährige Patin im MIF Programm, nimmt seit gut einem Jahr begeistert Geigenunterricht. Ihre Lehrerin Monika Kobler macht dieser Unterricht so viel Freude, dass sie keine Bezahlung dafür nimmt.

Maria wollte aber ihr Glück beim Spiel mit diesem für sie neuen Instrument nicht nur für sich empfinden. So kam sie auf die Idee, das nun „freie Geld“ an ein Projekt von Samhathi zu spenden.

Monika war von dieser Absicht so beeindruckt, dass sie sich über die Arbeit von Samhathi kundig machte. Sie überzeugte sich davon, dass diese eine sehr gute Sache ist, besonders der Aspekt der Förderung von Mädchen und Frauen gefiel ihr. So machte sie ebenfalls gemeinsam mit Maria eine großzügige Spende.

Mit Elmar Weber, dem Vorsitzenden von Samhathi Deutschland, kamen beide überein, zwei Kinder im Programm „My Indian Child II“ für mehrere Jahre zu unterstützen. Samhathi bedankt sich sehr herzlich für diese wundervolle Idee!

Neue Normalität nach Corona

Neue Normalität nach Corona

Nach der Pandemie hat sich das Leben in Kerala fast wieder normalisiert, wie Father Jacob, unser Organisator und Macher vor Ort, im Halbjahresbericht mitteilt.

Voll Hoffnung bringt man die bewährten Projekte wieder ans Laufen, sofern sie eingeschränkt werden mussten. Eine Übersicht in aller Kürze:

Rund 3200 Familien profitieren vom SHG Netzwerk.

Unter dem neuen Namen „Samhathi Educational Services Private Limited“ koordiniert das Programm „Bildung und Karriere“ Ausbildungsprojekte für rund 3000 Kinder und Jugendliche und bemüht sich auch um internationale Kooperationen. Unter diesem Dach finden sich auch unsere bewährten Study Centres, das Projekt „My Indian Child“ sowie diverse Trainings- und Karriereprogramme.

Die „People’s Bank“ konnte rund 6.800 Familien mit fairen Krediten durch die einkommenslose Corona-Zeit helfen und hat abgesehen davon für rund 24.000 Familien Bankdienste geleistet.

Im Bereich Gesundheit sind während Corona 4.500 Familien mit Masken, Seife und Desinfektionsmittel ausgestattet worden. Das Programm „Palliative Care“ weitet seine Dienste aktuell aus und hat 110 „moblie Kliniken“ im Einsatz; d.h., dass Ärzt:innen und Krankenschwestern die Dörfer besuchen und dort Untersuchungen anbieten, Rezepte verschreiben und Medikamente ausgeben.

Aktuell sind übrigens 24 Studenten aus Kerala im Einführungskurs zur Pflegeausbildung in Deutschland, nachdem sie ein Jahr in Kerala darauf vorbereitet wurden. Weitere 40  sollen im kommenden Jahr folgen, nach Beendigung des erforderlichen (Sprach-)Kurses, den Samhathi organisiert.  

Father Anthony Jacob spricht allen Unterstützer:innen von Samhathi den wärmsten Dank aus. Ohne deren Hilfe, schreibt er, wäre es unmöglich, all diesen Herausforderungen zu begegnen und so vielen Menschen dabei zu helfen, wieder auf die Beine zu kommen.

Wie Landshut hilft!

Wie Landshut hilft!

Das Hans-Carossa-Gymnasium in Landshut brachte am Schuljahresende eine senationelle Spende zusammen: Bei der traditionellen SAMHATHI-Tombalo während des Schulfestes wurden 1320 Euro eingenommen.

Die Sachspenden wurden durch engagierte Schüler:innen einer 8. Klasse und einige Lehrer:innen in der ganzen Stadt zusammengetragen. Der erste Preis – ein Fahrrad – ging an Teresa Hölzl. Sie ist die kleine Schwester eines Achtklässlers und kommt erst im kommenden Schuljahr ans Carossa.

Die Abiturient:innen überreichten Samhathi 670 Euro als eine Art von „Abschiedsgeschenk“. Das Geld war bei verschiedene Aktivitäten wie Feiern sowie dem Abiturgottesdienst zusammengekommen.

Schließlich spendeten vor allem Unterstufenschüler beim Schlussgottesdienst nochmals 110 Euro. So kann sich Samhathi über eine Spende von insgsamt 2100 Euro freuen.

Wir bedanken uns herzlich für dieses Engagement und die Großzügigkeit!

Tombola-Siegerin Teresa mit dem neuen Radl. Herzlichen Glückwunsch!

Hochzeit bei Samhathi

Hochzeit bei Samhathi

Im Februar 2022 feierte Bismi Siyad ihre Hochzeit mit Jomol. Bismi ist uns seit Jahren durch Samhathi bekannt. Sie stammt aus sehr armen Verhältnissen, und durch die Unterstützung bei Samhathi – MIF, Kinderheim, Study Fund usw – konnte sie die Oberschule erfolgreich abschließen. Sie wurde zur Krankenschwester ausgebildet, arbeitete zwei Jahre als Betreuerin im Mädchenheim, lernte dann Deutsch und arbeitet seit vier Jahren in Deutschland, zuerst in einer Rehaklinik, jetzt in einem Seniorenpflegeheim, wo sie auch nach der Vermählung abeitet. Ihren zukünftigen Mann lernte sie bei Samhathi kennen, wo er eine Anstellung im Team hatte.

Als es vor Bismis Hochzeit zu einem Konflikt mit ihrer Familie kam, beschloss Father Jacob, das Ganze in die Hand zu nehmen. Bismi wohnte in diesen Wochen wieder auf dem Samhathi Campus, wo auch die Feier stattfand. Als Familie („uncles and aunties“) fungierten das Team von Samhathi India, unter den 300 Gästen waren viele junge Damen, die Bismi als Mädchen betreut hatte oder die mit ihr zusammen im Mädchenheim gelebt hatten. Per Livestream waren viele Freunde in Deutschland und Österreich bei der Feier und dem Traugottesdienst dabei. Es war rührend und auch schön zu erleben, wie stark und lebendig sich die Gemeinschaft von Samhathi hier zeigte und bewies! Es war auch ermutigend für unsere Arbeit zu sehen, welche lebenslustige und selbstbewusste junge Damen aus den kleinen Schülerinnen von 2015 geworden waren.

Wir gratulieren Bismi und Jomol herzlich zur Hochzeit und wünschen ihnen für ihren gemeinsamen Lebensweg alles Gute und Gottes reichen Segen!

Jahresbrief 2021/22

Jahresbrief 2021/22

Covid hat der ganzen Welt zugesetzt. Unser Leben war auf bisher ungekannte Weise eingeschränkt, viele erkrankten, viele haben noch immer mit den Folgen einer Covidinfektion zu kämpfen. Und viele, besonders unter den Älteren, Schüler:innen und Jugendlichen, leiden an den Folgen der Isolation und des Fehlens normaler menschlicher Kontakte.

Dies galt und gilt auch für Kerala, das besonders von Covid betroffen war. Laut Father Jacob spiegeln die offiziellen Zahlen in keiner Weise das wirkliche Ausmaß der Erkrankungen und Todesfälle wider. Die oft planlosen und rücksichtslosen Maßnahmen der Regierung brachte viele Menschen um ihr Einkommen und vergrößerte die Not der Armen. Jetzt gibt es jedoch Anzeichen der Besserung und neue Hoffnung. Father Jacob schrieb, dass trotz der großen Einschränkungen Samhathi India etwa die Hälfte dessen verwirklichen konnte, was geplant war. Das beeindruckt und wir sind dankbar, dass dies durch den großen Einsatz des gesamten indischen Teams möglich war.

Programme von Samhathi India

Im Folgenden geben wir Ihnen – auf der Basis der halbjährlichen Arbeitsberichte aus Kerala – einen Einblick in die laufenden Projekte.

1) Selbsthilfegruppen: Es gab eine weitere Reduzierung der Gruppen, die von Samhathi betreut werden, auf 520; die anderen Gruppen arbeiten nun selbständig.

2) Schule und Ausbildung: Wie 2021 berichtet, gab es die Gründung einer neuen Abteilung von Samhathi: „Samhathi Education Services Private Limited“. Sie leitet alle diesbezüglichen Aktivitäten. Insgesamt erreichten 2022 diese Programme direkt und indirekt etwa 30.000 Schüler:innen bzw Studierende.

In den drei Study Centres gab es nur wenige Kurse, aber immerhin nahmen insgesamt etwa 3500 Schüler und Schülerinnen daran teil.

Durch das Programm My Indian Child wurden etwa 110 Schüler:innen gefördert.

Higher Education Centre (ehem. Mädchenheim): Hier fanden verschiedene Kurse zur Persönlichkeitsbildung und im Bereich Fremdsprachen (Englisch, Deutsch) statt. Gerade nehmen 57 junge Leute an Kursen teil, um dann in England und Deutschland zu studieren oder zu arbeiten. Die Samhathi Bank gab hier allein im zweiten Halbjahr Ausbildungskredite in Höhe von 35.000 Euro.

Berufs- und Ausbildungskurse: Über 1400 Personen nahmen trotz Covid an solchen Veranstaltungen teil.

Professional Education Promotion Centre: Beratung und Hilfe bei der Suche nach Studien- und Ausbildungsplätzen in Asien, Europa und Amerika.

3. People‘s Bank (Jnanpet Nidhi Limited – Volksbank): Der Umsatz 2021 lag bei etwa 14 Millionen Euro. Gut 24.000 Familien sind Kunden der Bank. Es gab Kredite mit minimalem Zins an nun insgesamt 630 arme Familien.

4. Gesundheit:

a) In den zwei Coronajahren 2020 und 2021 wurden Sanitärpakete (Masken, Desinfektionsmittel usw) an insgesamt 4500 Familien verteilt.

b) CBPC: Das Betreuungsprogramm für chronische Erkrankungen hilft 1500 Patient:innen. Hierbei engagierten sich 4 Ärzte, 6 Schwestern (zwei fest angestellt) und 260 ehrenamtliche Gesundheitshelferinnen. Finanziert wurde das Programm durch Spenden aus Sammelboxen in Kerala. Dazu kamen 5000 Euro für Lebensmittel aus Österreich und Deutschland.

5. Caritative Aktivitäten:

a) 2020 und 2021 wurden insgesamt 7400 Lebensmittelpakete an Bedürftige verteilt.

b) Über 2500 Schülerinnen und Schüler erhielten Geld (für Internetgebühren beim Onlineunterricht) und Schulmaterial.

c) Samhathi übernahm die Finanzierung von Mahlzeiten durch andere Hilfsorganisationen für 6200 Familien.

d) Im Programm My Indian Family wurden 340 Familien werden unterstützt. Allein im zweiten Halbjahr 2021 mit 38.000 Euro aus Deutschland und Österreich.

e) Im Programm My Indian Child wurden allein im 2. HJ über 16.700 Euro für 107 Schülerinnen und Schüler ausgegeben.

Momentan die größte Sorge in Kerala und bei uns bezieht sich auf die Finanzkontrollen der indischen Bundesregierung sowie auf staatliche Verbotslisten für private Hilfsorganisationen. Seit einigen Monaten dürfen Spenden aus dem Ausland nur noch an eine staatliche Bank in Neudelhi überwiesen werden. Nach einer dortigen Kontrolle wird das Geld – wann auch immer – an die eigentliche Bank des Empfängers überwiesen. Offizielle Begründung hierfür sind die Verhinderung von Geldwäsche und der Finanzierung von Terrororganisationen. Mindestens genauso bedrohlich sind sogenannte Verbotslisten, in denen die Organisationen aufgeführt sind, die keine Geldzuwendungen aus dem Ausland empfangen dürfen. Es geht hier vor allem um islamische und christliche Organisationen. Bisher wurde Samhathi verschont, aber ….

Samhathi Deutschland

Der Teil zu den Aktivitäten von Samhathi in Deutschland ist heuer sehr kurz. Zum einen werden Sie regelmäßig durch unseren Newsletter über unsere Arbeit informiert. Zum anderen konzentrierten wir uns auf die Betreuung der laufenden Programme, die Kontakte zu unseren Mitgliedern und Pat:innen sowie die Kontakte nach Indien und dem Partnerverein in Österreich. Wir sind froh und dankbar, dass wir die Zahl der von Samhathi Deutschland unterstützten Kinder und Familien leicht erhöhen konnten. Insgesamt wurden aus Spendengeldern und Beiträgen über 37.400 Euro nach Indien überwiesen. Wir danken unseren Pat:innen und Spender:innen ganz herzlich für diese wertvolle Unterstützung.

Der Teil zu den Aktivitäten von Samhathi in Deutschland ist heuer sehr kurz. Zum einen werden Sie regelmäßig durch unseren Newsletter über unsere Arbeit informiert. Zum anderen konzentrierten wir uns auf die Betreuung der laufenden Programme, die Kontakte zu unseren Mitgliedern und Pat:innen sowie die Kontakte nach Indien und dem Partnerverein in Österreich. Wir sind froh und dankbar, dass wir die Zahl der von Samhathi Deutschland unterstützten Kinder und Familien leicht erhöhen konnten. Insgesamt wurden aus Spendengeldern und Beiträgen über 37.400 Euro nach Indien überwiesen. Wir danken unseren Pat:innen und Spender:innen ganz herzlich für diese wertvolle Unterstützung.