Samhathi AG

Samhathi AG

Spende der „Samhathi AG“

Die „Samhathi AG“ des Hans-Carossa Gymnasiums in Landshut hat bis zum Schuljahresende erneut durch zahlreiche kreative Ideen dazu beigetragen, das Anliegen „Samhathis“ bekannter zu machen. Zwölf Mädchen und zwei Jungen sammelten, insbesondere durch die „Samhathi-Tombola“ und andere Aktionen auf ihrem Schulfest sowie durch eine großzügige Spende des diesjährigen Abiturientenjahrgangs, insgesamt rund 3400 Euro ein.

Wir danken den Mitgliedern der „Samhathi AG“ herzlichst für ihr herausragendes Engagement und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg!

 

Charlotte und Anika

Charlotte und Anika

Unsere Zeit bei Samhathi, Herbst 2015

Schon lange hegten wir den Wunsch, in einem medizinischen Projekt in Indien mitzuarbeiten, und konnten diesen im Herbst 2015 dank Samhathi umsetzen. Gespannt und mit Vorfreude erreichten wir Anfang Oktober Mararikulam und wurden vom Samhathi-Team, Father Jacob und den Mädchen des Children‘s Home sehr herzlich begrüßt.

Nach einer Kennenlernrunde am ersten Tag fuhren wir zur Eingewöhnung zunächst gemeinsam zu unseren ersten Patienten mit den Krankenschwestern Lekha und Regina und dem Fahrer sowie einer Volunteer. Nach einigen Tagen teilten wir uns auf, sodass je ein Team in eines der insgesamt 9 Gebiete fahren konnte.

Zu unseren alltäglichen Herausforderungen zählte u.a. die Anamneseerhebung, welche sich aufgrund sprachlicher Barrieren nicht immer ganz einfach gestaltete. Mit der Zeit lernten wir jedoch zusammen mit den Schwestern mit den begrenzten Möglichkeiten umzugehen und zu improvisieren.

Zu unserer Überraschung leiden viele Patienten an Zivilisationskrankheiten, wie z. Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck, Schlaganfällen und deren Folgen. Entsprechend entscheidend ist für die Patienten ein regelmäßiger Ärztekontakt zur Prävention weiterer Ereignisse.

Unsere Hauptaufgaben sahen wir in der allgemeinärztlichen Basisversorgung im Rahmen unserer Hausbesuche. Konsequent wurde bei jedem Patienten Blutzucker, Blutdruck und Herzfrequenz gemessen und die medikamentöse Therapie überprüft und optimiert sowie über mögliche Allgemeinmaßnahmen gesprochen. Ein weiterer wichtiger Punkt stellte die Wundversorgung dar. Viele Patienten leiden an Druckliegegeschwüren aufgrund von Bettlägerigkeit nach Schlaganfällen oder traumatischen Querschnittslähmungen.

Bei einigen Patienten lag der letzte Arztkontakt Monate oder gar Jahre zurück, sodass sie sich sehr über unser Kommen freuten. Zur Gewährleistung einer besseren medizinischen Versorgung der Patienten wäre eine kontinuierlichere Ärztepräsenz im Projekt wünschenswert.Trotz des einen oder anderen Hindernisses bereitete die abwechslungsreiche Arbeit uns große Freude und war eine bereichernde Erfahrung, die wir nicht missen möchten. Die Dankbarkeit der Patienten wird uns zu Hause sicher fehlen.

Mit der Zeit wuchsen unsere zwei kleinen Teams immer stärker zusammen, sodass uns der Abschied sehr schwer fiel. An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei Samhathi, Father Jacob, Edris und Timm sowie allen Teammitgliedern für die einzigartige Erfahrung bedanken und würden uns sehr über einen erneuten Einsatz freuen.

Charlotte & Anika

Timm und Edris

Timm und Edris

Timms Bericht aus Indien, Mai 2015

Timm Schneider, 2. Vorsitzender, war wieder mit Freund und Kollegen Edris Wedi in Kerala, um unser Community-Based-Palliative-Care (CBPC) Projekt zu evaluieren und, falls nötig, umzustrukturieren, um fachliche und organisatorische Mängel zu bereinigen. Es geht dabei um die Versorgung von Schwerkranken, die sonst keinerlei ärztliche Hilfe bekommen.

Timm berichtet: “Das CBPC Projekt ist vor Ort das beste “Aushängeschild” für Samhathi; unsere Wagen fahren jeden Tag in die entlegensten Winkel der Region zwischen Kochi und Alappuzha und erreichen so eine große Aufmerksamkeit.”

Timm und Edris arbeiteten hart in der indischen Hitze, um einen Fünfjahresplan zu erstellen, die Apotheke zu prüfen und die vorhandene Ausrüstung auf den neuesten Stand zu bringen.

Fazit des Besuchs

Das CBPC Projekt wird künftig regelmäßig evaluiert werden; die Ausgaben sollen optimiert werden, um so neue Ressourcen für die Ausweitung des Projekts zu schaffen. Zudem will Timm in den kommenden Jahren ein neues Projekt für gesundheitliche Aufklärung ins Leben rufen, um umfassend über Zivilisationskrankheiten zu informieren, die in Schwellenländern wie Indien zu existenzgefährdenden Faktoren geworden sind.